02 Authentizität vs. Vorstellungen – wie lang soll eine Podcastfolge sein?

By Thomas | Uncategorized

Mrz 11

Heute geht es um das Thema Authentizität. Und darum, dass es manchmal gar nicht so leicht ist, einfach man selbst zu sein und seinem Herzen zu folgen. Ich hatte das zum Beispiel mit diesem Podcast, den ich jetzt ins Leben gerufen habe. Ich habe schon einen YouTube-Kanal der ganz gut läuft und habe andere Sachen gemacht, aber Podcast hab ich noch nie gemacht. Daher kam bei mir die Frage auf: "Wie podcaste ich denn nun? Wie macht man so etwas? Wie lang sollte eine Folge sein?"

Ich habe das noch nie gemacht und deswegen habe ich mich natürlich erst versucht,  am außen zu orientieren. Dadurch ist die fixe Idee entstanden, dass jede Folge unbedingt mindestens 20 Minuten lang sein muss, weil man das bei einem Podcast eben so macht. Dabei habe ich gemerkt, dass mir die Freude am Podcasten vergeht, weil ich mich in einen selbst auferlegten Rahmen zu pressen versuche, weil ich von irgendwelchen erfolgreichen Podcastern gelesen habe, dass eine Folge mindestens 20 Minuten lang sein sollte.

Es mag ja sein, dass manche Podcasts mit dieser Länge erfolgreich sind, weil ihr Publikum genau das gerne mag. Vielleicht auch aus anderen Gründen. Aber vielleicht liegt es gar nicht an den 20 Minuten. Vielleicht sind sie erfolgreich obwohl sie 20 Minuten lang sind.

Keine Ahnung ich weiß es nicht. Ich habe auch keinerlei Möglichkeit das herauszufinden. Und in unserem Zeitalter der Komplexität sind wir, glaube ich, eher überfordert durch zu viele Daten, als dass wir zu wenige Daten haben.

Das heißt: Sie können ihren Kopf überfordern.
Sie können unendlich lange Marktforschung betreiben und Daten auswerten. Sie werden zu widersprüchlichen Ergebnissen kommen. Jeder Experte wird Ihnen was anderes erzählen. Und wenn Sie nicht auf Ihre innere Autorität hören, auf Ihr Bauchgefühl, auf das was für Sie passt, dann können Sie untergehen in der Verwirrung und einfach von einer Richtung in die nächste rennen und sich dabei ständig im Kreis drehen. 

Deswegen bin ich jetzt irgendwann zu dem Schluss gekommen:  "Okay, ich mache diesen Podcast einfach so, wie er für mich richtig ist. Das heißt, gerade in den ersten Folgen probiere ich einfach aus, was sich natürlich entwickelt. Vielleicht pendelt sich die Länge irgendwo ein bei einer Länge, die ich dann zufällig immer erreiche. Oder vielleicht lerne ich auch dazu und verstehe, warum eine bestimmte Länge gut ist und eine andere sich nicht eignet.

Das wird sich alles im Laufe der Zeit herausstellen. Aber nun möchte ich jetzt einfach beginnen damit, Erfahrungen zu sammeln. Als mir der einschränkende Glaubenssatz der 20 Minuten bewusst geworden ist, habe ich noch eine Woche oder zwei gebraucht, bis ich ihn einfach  über Bord geworfen habe. Jetzt lesen Sie diesen Artikel und ich hoffe Sie lernen etwas daraus.

Das ist die Moral von dieser Geschichte: Hören Sie auf Ihr Herz, legen Sie einfach los und im Kontakt mit ihrem Publikum wird sich herausstellen, was Ihr Publikum gerne hören möchte.

Deswegen habe ich ja auch die Umfrage auf dieser Webseite. Dort frage ich Sie (und alle anderen Zuhörer) direkt, wie ich Ihnen helfen kann und welche Fragen in Bezug auf authentisches Marketing Sie interessieren. Das spart mir nicht nur viel Frust und sondern hält mich auch davon ab, mich gedanklich im Kreis zu drehen, indem ich überlege, was für Themen ich behandeln soll. Sie wissen doch am besten, was Sie interessiert - also kann ich Sie auch direkt fragen.

Das ist ähnlich wie im Restaurant.
Es würde keinen Kellner hofft die Idee kommen zu sagen: "Gut ich möchte Sie jetzt davon überzeugen, dass Sie heute die Nudeln essen sollen.  Und Sie sagen: "Nein danke, ich hätte gerne Pommes!" oder "ich hätte gerne eine vegetarische Pizza!" und der Kellner steht beharrlich da und redet nur darüber, wie toll die Nudeln heute sind. 

Das wird kein Kellner machen.
Das Restaurant wäre schneller Pleite als er schauen kann und er ist seinen Job los. Wie wird es stattdessen gemacht? Sie setzen sich hin und der Kellner fragt Sie: "was hätten Sie denn gerne?".

Mir ist es echt schleierhaft, warum das nicht der ganz normale Ansatz im Marketing ist, dass man seinen Kunden einfach fragt was er haben möchte und ihm genau das gibt (und nichts anderes!).

Was dann nämlich passiert ist - Überraschung! - dass Ihre Kunden auf erstaunliche Art und Weise zufrieden, wenn nicht begeistert sind. Daher möchte ich Sie einfach dazu ermutigen, dass wenn ihnen etwas ganz komisch vorkommt bei irgendwelchen selbsternannten Experten: Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl! Vertrauen Sie Ihrem gesunden Menschenverstand! Oft ist es mit Allgemeinwissen zu verstehen, dass eine bestimmte Sache funktioniert und eine andere nicht.

Und in diesem Fall ist es, dass wenn sie zu lange überlegen und sich im Außen informieren was für Sie persönlich passt, dann werden Sie nie starten. Sie werden nicht Ihren eigenen Weg gehen, sondern Sie werden den Weg eines Experten zu dessen eigenem Haus breit treten, und natürlich auch beim Haus dieses Experten landen und nicht bei Ihrem eigenen. Natürlich ist es wichtig sich inspirieren zu lassen und zu lernen. Mir geht es nur darum zu sagen: letztendlich sollte Ihr Herz entscheiden und Ihr Bauchgefühl, und nicht das, was andere sagen.

Follow

About the Author

Hallo, ich bin Thomas Bröker, der Gründer von "authentisches Marketing". Seit über 7 Jahren trage ich als Solopreneur Tools & Erkenntnisse zusammen, wie man mit Klarheit, Ehrlichkeit und Authentizität Kunden gewinnt, wie man durch Automatisierung & "smarte" Lösungen Geld und Zeit spart und durch das Leben der eigenen Berufung glücklich wird.